Schlagwort: Kolumne

Doppelmoral – Warum wir nach Bequemlichkeit handeln

 Hallo!

Seit geraumer Zeit versuche ich dem Zucker zu entsagen, möchte mich gesünder, ausgewogener und überwiegend nach Paleo ernähren.
Gleichzeitig möchte ich aber keinesfalls meinen Latte Macchiato missen oder auf einen guten Gin und Rotwein verzichten.
Da fängt sie an – meine Doppelmoral.
Und hört längst nicht auf.
Wenn ich über so viele meiner Überzeugungen nachdenke, dann fällt mir zu fast jeder eine Pendant ein, wie ich sie selbst wieder aushebele, in dem ich an anderer Stelle genau das tue bzw. unterlasse wofür ich sonst prädige.

Ich halte an Werten fest, an Moralvorstellungen und Prinzipien und doch verstoße ich gegen so vieles davon.

Wenn Lügen zur Gewohnheit wird

 Hallo! 

Es gibt eine Macht in uns, derer wir uns nicht immer in ihrer Vollkommenheit bewusst sind.
Die Macht unserer Worte. Die Macht einen Menschen mit dem, was wir sagen, zu beeinflussen.
Mit ihnen können wir etwas bewegen oder zum totalen Stillstand bringen.
Aus unseren Worten können Liebe und Hass entstehen.

Wir überzeugen nicht nur mit unserem Äußeren, nicht allein durch Taten, umso mehr dafür mit dem was wir sagen.
Es sind die Gespräche mit anderen, die Beziehungen aufbauen, die Freundschaften knüpfen, Arbeitsverhältnisse oder gar Liebe entstehen lassen.

Generation Tinder und warum für Romantik kein Platz ist /English version available

Hallo! 

Was bedeutet uns Romantik in der heutigen Gesellschaft?
Welchen Stellenwert nimmt sie ein in einer Stadt wie Berlin, die zwar mit romantischen Plätzen und jeder Menge cooler Dating Optionen aufwarten kann, in der sich die Singles aber lieber auf Tinder vergnügen und von festen Bindungen und Verantwortung nicht viel halten?

Für mich war die letzte auch gleichzeitig meine bisher längste Beziehung.

Was das Singlesein heutzutage in Berlin bedeutet, kannte ich bis zu meiner Trennung vor anderthalb Jahren nur von meinen Freundinnen, die mir mit teilweise sehr schlüpfrigen Geschichten von Tinder berichteten.

Facettenreich! Warum ich so viel mehr bin als nur Schwarz und Weiss

Hallo! 
Du siehst mich auf Bildern, liest meine Texte, hörst mir zu und weißt doch so gar nichts über mich. 
Du glaubst mich zu kennen, genug über mich zu wissen, um dir deine Meinung bilden, mich beurteilen und in eine Schublade ablegen zu können. 
Doch ich gehöre nicht in eine einzige Kategorie. In keine Schublade.

Mein halbes Leben lang schon werde ich von meinem Umfeld in eine Rolle gepresst. Man hat ein ganz bestimmtes Bild von mir und stellt so eine Erwartungshaltung an mich. Man sieht die Aileen, die immer gut drauf ist, die wie ein Uhrwerk einfach läuft und läuft, nie eine Pause macht, extrovertiert und wahnsinnig selbstbewusst ist und sich selbst am liebsten reden hört. 

Ja ich rede gerne und manchmal ohne Punkt und Komma, aber es gibt auch diese ganz andere Seite an mir. Die ruhige, völlig stille Aileen, die stundenlang da sitzt, dir zuhört, nichts sagt, die einfach nur den Moment vorbei rauschen und Dinge auf sich wirken lässt, ohne sie zu kommentieren.

Es gibt die Seite an mir, die einfach nur gerne beobachtet, genießt und gedankenversunken vor sich hinstarrt und alle Geräusche eliminiert.

Die, die sich ins Auto setzt, Musik laufen lässt, das Handy auf lautlos stellt und die Stadt verlässt, um stundenlang auf das Wasser oder ein leeres Feld zu starren. 
Du glaubst, ich wäre mutig, weil ich schon so vieles allein angepackt, die Welt bereist und mich dem Leben gestellt habe. 
Ich zeige dir, wie stark ich bin, wie ich alles kann, ganz ohne Hilfe. 
Ich frage weder dich, noch irgendjemand anderen. Es fällt mir schwer um etwas zu bitten.

Es gibt die Aileen, die an so vielen Fronten kämpft, weil sie alles allein schaffen muss, weil sie weder Ängste, Sorgen noch Traurigkeit nach außen tragen kann.
Weil sie immerzu sich selbst beweisen muss, wie stark sie sein kann und eben nicht zeigen möchte, wie verletzlich sie eigentlich ist.

Ich lasse meiner ruhigen Seite kaum noch Platz sich nach außen hin auszudrücken, denn präsentiere ich sie, zeigt mein Gegenüber sich völlig irritiert.
So irritierend es auf andere wirkt, wenn ich ruhiger, sentimentaler, emotionaler bin und nicht ununterbrochen rede, so verstörend ist es für mich, dass man mich darauf anspricht und mir diese ruhige Seite überhaupt nicht zutraut. 

Es tut weh ein breites Grinsen zu sehen und die mit leichtem Unterton gewählten Worte „Na ja du redest halt sonst sehr viel“ zu hören, die einem sagen sollen : „ So ruhig?Das bist nicht du.“
Doch, genau das bin ich!

Ich habe gelernt, eine Rolle perfekt zu bedienen, mich dem Bild, welches man von mir hat anzupassen und damit schlicht und ergreifend andere Sachen, vor allem aber Unsicherheit zu überspielen. 

Ich habe vor so vielem Angst, habe meine eigenen Sorgen, weine viel und muss mir so manches Mal ein Lächeln erzwingen.
Instagram ist eine Rolle, die ich bediene. Es ist Marketing für meinen Blog. Ich bin ich selbst, aber es ist nur diese eine Seite an mir, die die man erwartet und sehen möchte.
Du siehst nicht mein ganzes Ich. Du siehst einen Bruchteil von dem wer ich bin. 
Ich bin kein Mensch, der ständig offen mit seinen Gefühlen hausieren geht. Der sein Social Media- Dasein nutzt, um sich an schlechten Tagen Streicheleinheiten abzuholen und mit fremden Menschen private Probleme und Sorgen zu diskutieren. 
Und doch bin ich so viel mehr, als das, was du in mir siehst. 
Alles was du über mich weißt, sind Momentaufnahmen, einzelne Augenblicke im Abstand von mehreren Tagen oder Wochen. Kleine Abrisse einer angekratzten Oberfläche unter dessen Hülle sich so viel mehr verbirgt, als du es zu glauben vermagst.
Du kannst so viele Stunden mit mir verbringen, mir zuhören und mit mir lachen. 
Doch kennen wirst du mich erst, wenn du mit mir geweint hast.
Wenn du bereit bist, hinter die Fassade zu blicken. 
Wenn du dir die Mühe machst, mehr in mir zu sehen, als das oberflächliche Bild, welches du von mir hast.
Ich bin weder nur das eine, noch nur das andere. Ich bin so vieles. 
Du und ich, wir haben etwas gemeinsam. 
Wir erschaffen uns nach außen eine Fiktion dessen, was wir sein möchten. Was wir glauben, was andere ins uns sehen wollen. 
Wir verstecken uns in unserem Alltag hinter einer Maske, lassen immer weniger Gefühle nach außen zu und transportieren dafür viel mehr nach innen, weil wir mit jeder Niederlage, mit jeder Ablehnung und mit jedem schwachen Moment ein Stück mehr an Freiheit verlieren. 
Die Freiheit uns so unbefangen zu zeigen, wie wir sind mit all unseren Facetten.

Ich bin besonders gut darin, andere einzuschätzen, deren Verhalten zu analysieren und Ratschläge zu geben, weil ich es selbst perfektioniert habe, mich hinter einer sehr extrovertierten Aileen zu verstecken, Gefühle und Gedanken zu verbergen und Sachen mit mir selbst auszumachen. Harte Schale und flüssiger Kern!

Ich glaube nicht, du wärst oberflächlich. 
Aber ich weiß, dass auch du mir nur einen Bruchteil all deiner Facetten zeigst und so vieles über dich im Verborgenen bleibt. 
Ich glaub nicht, dass du dir zu bequem bist, dich näher mit meiner Persönlichkeit zu beschäftigen. 
Und ich weiß, dass möchte ich, dass du mich besser kennenlernst, muss ich mich dir mehr öffnen. 
Doch weißt du wie schwer das ist? 

Ich bin kein Mensch hohler Phrasen, dummen Smalltalks und ausgeprägtem Desinteresse.
Lasse ich mich auf jemandem ein, dann, weil ich die Person hinter der Fassade kennenlernen möchte.
Antworte ich dir nicht, dann weil ich gerade einfach nicht kann.
Ich gebe ganz und nie nur ein bisschen. Aber genau damit mache ich mich so unfassbar angreifbar, weil du schneller urteilst, als ich mich dir erklären kann.
Ich habe fast schon Angst, diese andere Seite an mir zu zeigen, weil ich Angst habe andere Emotionen, als die von mir gewohnten, erkennen zu lassen. Weil ich Angst habe, mich angreifbar  zu machen und weil es mir leider eben auch nicht mehr ganz egal ist, was du von mir denkst.
Es fällt mir so unfassbar schwer, dich einzuschätzen und zu wissen, ob ich mich so zeigen darf, wie ich bin, dir viel mehr von mir zu erzählen und dich tiefer an mich ran treten zu lassen. 
Ich möchte dir so gerne zeigen, wie facettenreich ich bin.
Ich möchte dir so gerne zeigen, dass ich mehr bin als schwarz und weiss. 
Ich möchte dir so gerne manchmal einfach nur etwas zeigen und so rein gar nichts sagen. 
Ich möchte dir zeigen, wie optimistisch und wie mutlos ich doch gleichzeitig bin.
Ich möchte so gerne, dass du zwischen den Zeilen liest, mich hinterfragst, dich selbst hinterfragst und wir zusammen viel mehr wir selbst und weniger diese eine festgefahrene Rolle sind. 
Ich wünschte, wir würden weniger werten und mehr akzeptieren. 
Ich wünschte, es würde wieder mehr um uns gehen und weniger um das, was andere von uns erwarten. 

Aber wie soll man man selbst sein, wenn man sich für ungewohntes Verhalten immerzu rechtfertigen muss?
Ich wäre so gern viel mehr ich selbst, aber es gibt eben auch bei mir Unsicherheiten, die ich gerne mal überspiele. 
Ich würde dich so gerne mehr mitnehmen in meine Welt und dir die vielen Farben zwischen schwarz und weiss zeigen, die ich zu bieten habe. 
Ich wünschte, du würdest weniger urteilen, wenn ich mich in einer dir ungewohnten Rolle zeige. 
Ich wünschte, du würdest mich nicht in diese eine Schublade stecken, sondern abwarten, wie ich mir aus jeder deiner gesammelten Kategorien ein Stück herausnehme und sich nach und nach das Puzzle zusammenfügt und mich zu dem macht was ich bin: facettenreich. 
Ich weiß, auch du möchtest nicht auf ewig in dieser einen Schublade verharren, denn auch du bist facettenreich. 
Du, Ich, Wir alle! 
“Don`t judge a book by it´s cover.”






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Kolumne: Die Kunst sich selbst zu lieben

Hallo !

*******
Ich stehe vor dem Spiegel, sehe Falten und dunkle Ringe unter den Augen. 
Meine Haut wirkt irgendwie fahl, wenig gesund und längst nicht mehr so frisch, wie noch vor einigen Jahren. 
“Ich müsste mal wieder zum Wimpern auffüllen.” denke ich mir, als ich bemerke, dass meine Augen Dank fehlendem Rahmen klein und müde aussehen. 
“Mist, wieder 5 neue Pickel. 
Dann auch noch direkt auf dem Kinn und der Nase. Auf der Stirn könnte ich es wenigstens noch mit dem Pony verdecken.”
Ich bin nur in Unterwäsche. Nicht in meiner schönsten, aber bequem ist sie. 
Ich drehe mich langsam vor dem Spiegel. 
Okay, der Sixpack vom Sommer ist schon fast wieder weg. 
“Vielleicht sollte ich das Plätzchen futtern lassen und stattdessen mal wieder etwas Sport machen. Wenigstens ein bisschen. Fürs schlechte Gewissen.” 
Mit der Rückseite zum Spiegel gewannt sehe ich, dass auch der Po wieder etwas mehr hängt, bestimmt ist er auch breiter geworden und zwei Dellen hat er auch. 
Tiefe Dellen. Oh Gott. Schön ist das nicht. Aber gut, das sieht erstmal keiner. Der Sommer ist vorbei und die Bikinisaison auch. 
Schnell Hose drüber und Makeup rauf, dann fühle ich mich wohler. 

*******
Nicht selten stehe ich morgens so da. Kontrolliere, kritisiere und verzweifle. 
Ich habe vieles an mir zu bemängeln. Vor allem, wenn ich mir meine viel jüngeren Bloggerkolleginnen anschaue. 
Wenn ich sie um ihren frischen Teint beneide, um fehlende Krähenfüße, weil sie erst Anfang zwanzig sind, gesünder essen, mehr Sport treiben und vielleicht nicht rauchen, so wie ich früher. 
Wie können die nur so verdammt gut aussehen, so viel Style haben und so selbstsicher sein? 
Wo war mein Selbstbewusstsein mit Anfang und Mitte zwanzig bloß? Damals hatte ich mehr zu bemängeln als jetzt und sah doch eigentlich viel frischer aus.
Ich habe mich immer für zu dick und viel zu klein gefunden. Meine Haare waren für mich sowieso schon immer eine Katastrophe und nun habe ich auch noch das erste graue Haar entdeckt. Prallere Brüste wünsche ich mir und meine hohe Stirn versuche ich auch gerne zu kaschieren. 

Meine Kindheit war nicht durch eine Erziehung, die auf ein gesundes Selbstbewusstsein abzielt, geprägt und so kamen mit dem Alter auch die Verunsicherungen.
Die Selbstzweifel hatten sich in den letzten Jahren Dank vielen Schwangerschaftskilos gehäuft und meine Beziehung auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. 
Ich mochte mich nicht, fand meinen Körper unfassbar hässlich, schwabbelig, völlig außer Form geraten und nun wirklich alles andere als sexy. Scheiße, diese ganzen Dellen überall auf meinem Arsch und den Oberschenkeln. Was wollten die da bloß? 
Ich fand mich ja früher schon zu dick ( 54kg bei 1,59m ), was war ich denn da mit 20kg mehr bloß? 
Für mich, die berufsbedingt ( ehem. Hair- und Makeup Artist) schon früher viel Wert auf ihr Äußeres legen musste , ein harter Schlag ins Gesicht, eine Ohrfeige mit nasskaltem Lappen. 
Links – rechts, rechts – links. Mit jedem Blick in den Spiegel aufs neue. 
Fast drei Jahre habe ich rum geheult, mich über das immer noch zu viel an Fett an den Problemzonen beschwert, mich lieber weit statt figurbetont angezogen. 
Praktisch statt stylisch. Lässig statt sexy.  Wozu auch sexy? 
Als Mutter? Bald dreißig. Was ist an dreißig schon sexy? Dreißig klingt ungefähr so sexy wie Bratwurst mit schön langsam gerolltem Rrrrrr. 
Irgendwann machte es KLICK. 
Nein, ich wollte das nicht mehr. Ich wollte mich nicht ständig beanstanden. Ich wollte mich nicht hinter irgendetwas, irgendwem verstecken. 
Ich wollte mich wohlfühlen. Mich so akzeptieren, wie ich bin oder eben einfach daran arbeiten, was mir nicht gefiel. 
Das wird jetzt so ca. ein gutes Jahr her sein. 
Und seit dem ist eine Menge in mir passiert. Eine ganze Menge. Immer wieder. In kleinen und dann wieder größeren Schritten. 
Ich habe gekämpft, meinen Schweinehund mehr als einmal überwunden und meinen Kilos weg trainiert. 
Schritt eins geschafft. 
Obwohl zahlenmäßig immer noch mehr auf der Waage gegenüber meinem pränatalen Ich, habe ich meinen Körper im Sommer als in absoluter Bestform empfunden. 
Nie sah ich trainierter aus. Wahrscheinlich war ich auch nie fitter zuvor. 
Ein Sixpack. Straffer Po. Straffe Schenkel und diese grässlichen Dellen ebenfalls Vergangenheit. 
Körperlich in Form kamen jedoch andere Zweifel. 
Ich fühlte mich sexy. Richtig sexy. Nicht auf diese “I´m too sexy for my Shirt” Nummer, aber eben sexy, einfach als schöne Frau.
Aber darf ich das? 
So als Mama auf der Straße? Als seriöse Bloggerin ? Darf ich sexy sein? Darf ich zeigen, dass ich mich sexy fühle? Darf ich sagen, wie zufrieden ich mit mir bin?
Scheiße verdammt, warum eigentlich nicht? 
Was soll falsch daran sein, mit sich selbst im Reinen zu sein? Selbstzufriedenheit zu verspüren, statt Selbsthass. 
Ich fühle mich wohl, ich fühle mich sexy und das möchte ich auch zeigen dürfen. 
Durch Kleidung, in der ich mich wohl fühle. Durch Bilder auf denen ich mich schön finde. 
Durch ein zufriedenes Lächeln und durch ein paar lobende Worte an und über mich selbst.
Das Internet und vor allem Social Media machen es einem da nicht leicht. 
Postet man zu viele Selfies ist man schnell selbstverliebt und arrogant. Sind diese dann auch noch “freizügiger”, in mamaunwürdiger Kleidung und Pose schießt man sich schnell ins Aus der Follower und stößt auch gern auf Unverständnis im Bekanntenkreis. 
Warum eigentlich? Warum darf Frau sich nicht so zeigen, wie sie möchte? 
Warum werden wir schnell in eine Schublade geschoben, wenn wir uns wohlfühlen, uns schön finden, sexy und das auch noch laut sagen? 
Warum legen wir Frauen einander gegenseitig einen Maulkorb an? 
Ich habe nicht dreißig Jahre lang gebraucht, mich genau so zu akzeptieren, wie ich heute bin, stolz zu sein, auf das was ich kann, was ich mache und verdammt nochmal ja auch darauf, wie ich heute aussehe, mit meinen Falten, meinen müden dunklen Augen und meinen Dellen am Po, um es jetzt nicht auch stolz nach außen tragen zu dürfen.
Ich bin doch wer und ich kann was. 
Wo liegt für meine Community die Grenze zwischen sich sexy fühlen, zufrieden sein und einem übertriebenen Narzissmus? 
Ich möchte nicht lasziv in Dessous posieren, mich nicht halbnackt auf einem Teppich räkeln und nicht zeigen, wie ein Mann mich mit seiner Zunge durchbohrt.
Ich möchte mich nicht besser darstellen als andere. Mich nicht hervor heben.

Aber ich möchte sagen dürfen:
Hallo, ich bin Aileen (30) und ich mag mich genau SO, wie ich bin und das zeige ich auch. 
Und genau das Gleiche erwarte ich von dir. 
Denn weißt du, was ich im letzten Jahr über mich gelernt habe? 
Das es nicht die Makel sind, die mich unzufrieden machen. 
Es sind die Blockaden in meinem Kopf, die es zu lösen gilt. Die Vergleiche mit anderen, die Frau stoppen muss. 
Fühl dich sexy, weil du bist wer du bist.
Weil du gesund bist.
Weil du was im Köpfchen hast.
Weil du was kannst, woran andere scheitern. 
Weil du deinen Alltag, den Haushalt und das Elternsein vielleicht ganz alleine wuppst, du keine Zeit für Sport und Maniküre hast und trotzdem schön bist. 
Weil du einen geilen Hintern, tolle Brüste, schöne blonde Locken oder ein strahlendes Lächeln hast. 
Fühl dich sexy, einfach weil du eine Frau bist. 
Und sag es laut. Zeig es. Lass andere wissen, wie wohl du dich fühlst und das du stolz auf dich bist.
Du darfst das. 
Auch mit Extrapfunden oder wenn du ziemlich dürr bist. 
Auch, wenn du zu klein oder groß bist.
Auch, wenn deine Nase vielleicht irgendwie nicht ganz in dein Gesicht passt.
Auch, wenn du keine zwanzig mehr bist. 
Ja ich bin ein Mängelexemplar. 
Ich habe Falten, Fettpölsterchen, bin zu klein und meine Haut hat mit “zart wie´n Babypopo” wohl nicht mehr viel zu tun. 
Und dennoch bin ich heute an einem Punkt, wo ich sagen kann: 
Ich bin sexy. 
Ich bin stolz auf mich. 
Ich schaffe vieles, nicht alles, aber ich versuche es. Immer wieder. 
Und genau das will ich zeigen. Darauf möchte ich stolz sein dürfen. 
Dafür möchte ich mich nicht schämen müssen. Ich möchte mich nicht unwohl fühlen, wenn ich laut ausspreche, wie sehr ich mich mag oder das, was ich tue. 
Denn ich kenne mich aus ganz anderen Phasen. Ich kenne Depressionen und Selbstzweifel.
Nehmen wir die Selbstzweifel aus unseren Köpfen. 
Nehmen wir einander die Angst, uns so zu zeigen, wie wir es für richtig halten und wie wir uns wohlfühlen. Wie wir uns manchmal einfach zeigen wollen und uns wünschen, dass man uns Komplimente gibt.
Sagen wir das, was wir denken ohne andere zu verurteilen.
Geben wir einander Komplimente und fühlen wir uns nicht schlecht, auch welche zu bekommen. 
Lass uns niemanden verurteilen, für seine Selfies ohne begründenden Text. 
Lass uns niemanden verurteilen, für die Kleidung, die er trägt. 
Lass uns nicht die Augen rollen, weil jemand stolz ist auf sich. 
Lass uns stattdessen in den Spiegel schauen und sagen: 
HEUTE FÜHLE ICH MICH SCHÖN! 
Lass uns einfach zufriedener mit uns selbst sein, dann sind wir es auch mit anderen. 
Wir können weder den Zahn der Zeit aufhalten, noch eine neue Persönlichkeit, Intelligenz und ein täglich perfektes Aussehen im Internet bestellen. 
Aber wir können lernen, uns so zu akzeptieren, wie und wer wir sind. 
Auch wenn wir ein “Mängelexemplar” sind. 
Selbstliebe ist wichtig.
Lieben wir uns nicht, lieben wir auch andere nie mit vollem Herzen. 

LIEBST
DEINE FRAU P L 
 ++++++++++ IN KOOPERATION MIT PURER SELBSTZUFRIEDENHEIT +++++++++++
       

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Kolumne: There is beauty in the struggle – die Kunst motiviert zu bleiben

Hallo…. 

Findest du dich zuweilen auch immer mal in einem Gedankenstrudel wieder?
Einem Brei aus Existenzängsten, Beziehungsproblemen, totaler Überforderung mit Haushalt und Familie, Arbeitsstress, zu wenig Zeit für dich selbst und zu viel Zeit für andere, die du aufbringen musst?

Unser Alltag ist voll von Aufgaben, einer elendig langen To-Do Liste und ganz egal, wie viel wir davon abhaken, sie wird und wird nicht kürzer, denn mit jedem neuen Tag kommen neue Aufgaben hinzu.

Wo bleibt da der Raum für mich? Wo meine Luft zum Atmen? Wo mein Vergnügen, meine Entspannung und meine Pause vom ewigen Gedankenkarussel, in dem ich bei jeder Fahrt von einer Aufgabe zur nächsten jage?