Lass mal ├╝ber Nachhaltigkeit reden!

Hallo! 

Ein neuer Trend auf Social Media oder eigentlich doch eine gute Sache?
Auch mich hat das Thema Nachhaltigkeit im letzten halben Jahr vollkommen eingeholt┬áund mein pers├Ânliches Bewusstsein f├╝r unseren Konsum und unsere M├╝llproduktion wird immer gr├Â├čer. Einmal n├Ąher und ausf├╝hrlich damit befasst, ┬áist es erschreckend, mit welchen Zahlen rund um M├╝llproduktion und den resultierenden Auswirkungen f├╝r unsere Umwelt wir uns konfrontiert sehen m├╝ssen, w├Ąhrend nachhaltiger leben, eigentlich gar nicht so schwer ist.

Warum Nachhaltigkeit im Alltag wichtig ist

Zugegeben, ich bin alles andere als ein Vorbild, weshalb der folgende und alle noch zu erwartenden Beitr├Ąge zur Nachhaltigkeit f├╝r dich kein erhobener Zeigefinger sein sollen.
Ich m├Âchte dir nicht vor Augen halten, was f├╝r ein schlechter Mensch du bist, weil du nicht auf dieses oder jenes verzichtest.
Aber was ich tun m├Âchte, ist dir zeigen, dass ein bisschen mehr Selbstreflektion einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung, n├Ąmlich in unsere Zukunft, sein kann. Nachhaltiger leben im Alltag ist nicht schwer, nicht teuer und erfordert auch nicht besonders viel Disziplin, wie etwa bei einer Di├Ąt.
Allerdings, wenn man sich mit Zahlen und Statistiken auseinandersetzt, f├Ąllt auf, dass jeder einzelne in der Summe dann doch einen recht gro├čen Anteil zu unserem weltweiten M├╝llproblem leistet.
Deine Entscheidung f├╝r oder gegen Plastik, f├╝r mehr oder weniger hat am Ende einen Impact auf die gro├če Masse und schon ein kleiner Beitrag, macht am Ende eine gro├če Leistung.

Fakten zum weltweiten Plastik Problem:

  • Seit den 50er Jahren wurden 8,3 Mrd. Tonnen Kunststoff (Vgl.: entspricht dem Gewicht von 80.000.000 Blauwalen) erzeugt (Plastikm├╝ll Statistik 2017)
  • Von 8,3 Mrd. Tonnen aus der Plastik Herstellung weltweit wurden nur 600 Mio. Tonnen tats├Ąchlich recycelt, 800 verbrannt.┬á(Plastikm├╝ll Statistik 2017)
  • Die Recyclingraten sind extrem niedrig: Europa (30%), China (25%) und USA (9%).┬á(Plastikm├╝ll Statistik 2017)
  • Jeder Deutsche produziert durchschnittlich 37 kg Plastikm├╝ll nur aus Verpackungsm├╝ll pro Jahr (Plastikm├╝ll Statistik 2017) und kommt auf etwa 600 Kg Gesamtm├╝ll
  • J├Ąhrlich werden in Deutschland 6 Milliarden Plastik-T├╝ten verbraucht, wobei die┬á├Ş Gebrauchsdauer einer T├╝te gerade mal bei 25 Minuten liegt. #WTF
  • Deutschland recycelt nur ca. 42% seines Plastikm├╝lls, ein Gro├čteil wird ins Ausland gegeben. Was man nicht mehr besitzt, ist auch nicht mehr unser Problem, right?

Folgen für die Umwelt: 

  • J├Ąhrlich sterben rund 1 Million Seev├Âgel und ca. 100.000 Meeress├Ąuger durch den Kontakt (unbeabsichtigtes Fressen von oder sich verfangen in Plastik)
  • in einigen Teilen der Meere gibt es bereits 6x mehr Plastik als Plankton
  • 10% des Plastics im Ozean sind Mikroplastik-Pellets, die genauso aussehen wie Fischeier. Das Plastik saugt┬ázus├Ątzlich┬á├Âlige Schadstoffe wie Pestizide und Herbizide aus der Landwirtschaft auf
  • Mikroplastik gelangt ├╝ber den Kreislauf aus Mensch -> Abfall -> Natur / Weltmeere -> Fische/ Grundwasser -> Nahrung -> Mensch zur├╝ck in unsere Nahrungskette und wir nehmen Mikroplastik und giftige Chemikalien ├╝ber die Fische, Meeresfr├╝chte etc. wieder auf

Nachhaltigkeit f├Ąngt da an, wo Ignoranz aufh├Ârt!

Es gibt vieles, was mir bisher leider relativ egal war, bzw. ├╝ber was ich mir schlichtweg nie Gedanken gemacht habe, weil sich Konsum und Verbrauch so normal anf├╝hlten. Das Plastik ein Problem ist, f├Ąllt mir nat├╝rlich nicht erst seit gestern auf. Bereits 2006 bei meinem ersten Urlaub auf Mallorca habe ich Plastikt├╝ten und andere Plastikabf├Ąlle aus dem Meer gefischt und via Luftmatratze zum Strand geschippert. Mein erstes Mal Inselurlaub und ich war entsetzt, was da so im Meer rum schwimmt. Dennoch war dies leider nicht Ansto├č genug, mich tiefer mit all dem zu befassen.

Ich habe mir keine Gedanken dar├╝ber gemacht, ob der Weichsp├╝ler der Umwelt schaden k├Ânnte, sondern h├Âchstens, ob die Duftstoffe, meine empfindliche Haut zu sehr reizen k├Ânnten.
Ich habe nicht in Betracht gezogen, dass die Inhaltsstoffe meiner Kosmetikprodukte weitreichendere Folgen haben k├Ânnten, als nur belastend f├╝r meine eigene Haut zu sein.
Mikroplastik? Schon mal geh├Ârt, aber keine Gedanken daran verschwendet.

Meine ├ťberlegungen, die letztlich zu meinen jeweiligen Kaufentscheidungen f├╝hrten, waren allesamt sehr egoistisch. Sie waren einzig auf meine pers├Ânlichen Belange ausgelegt – auf mein Verst├Ąndnis f├╝r gute Kosmetik, auf Preis und Qualit├Ąt, aber nicht ein einziges Mal darauf, welche Folgen mein Gebrauch der Produkte XY an anderer Stelle – n├Ąmlich f├╝r unsere Umwelt- haben k├Ânnten.
Tats├Ąchlich geht es den meisten so. Wir setzen uns erst mit unserem Verhalten oder Problematiken auseinander, wenn es uns auf dem Silbertablett serviert und wir selbst knietief drin stecken.
Die gute Nachricht: Immer mehr wollen sich mit diesem Thema auseinandersetzen und tun es bereits. Genau deshalb liest auch du diesen Artikel, richtig?
Bei meiner Umfrage auf Instagram, an der mehrere Hundert teilgenommen haben (danke daf├╝r!), markierten ganze 98%, dass sie durchaus Interesse daran haben, mehr ├╝ber das Thema Nachhaltigkeit zu erfahren.
Good decision.

Auf die Frage, weshalb sie bisher weniger oder noch nicht nachhaltig genug lebten, lagen die Faktoren Geld und Unwissenheit ziemlich gleich auf.
Soll ich dir was verraten?
Geld als Faktor schlie├čt Unwissenheit mit ein, denn eigentlich ist nachhaltig leben gar nicht sooo teuer, wie man denkt – eigentlich ist es viel g├╝nstiger. Man muss sich nur etwas mehr informieren, abw├Ągen und ausprobieren.

Dein gr├Â├čtes Investment, um nachhaltig zu leben, ist Zeit!

Wie so oft im Leben, scheitern unsere Vorhaben meist an Bequemlichkeit und daran, dass wir uns letztlich nicht genug Zeit f├╝r etwas nehmen wollen. Hierbei geht es gar nicht mal um k├Ânnen, sondern tats├Ąchlich darum, dass wir im Alltag hier und da die Bequemlichkeit begr├╝├čen, weil wir uns mit gen├╝gend anderen allt├Ąglichen Dingen abm├╝hen.
Wir arbeiten, wir versuchen uns fit zu halten, wir versuchen unsere sozialen Kontakte zu pflegen, unsere Familie zu versorgen, den Haushalt zu wuppen – ja all unsere wichtigen ToDo’s fressen Zeit und hin und wieder wollen wir uns daher erlauben, es uns an anderer Stelle so bequem wie m├Âglich zu machen.

Wir greifen zu schnellem Essen, zu schnellen Wegwerfprodukten, zu schnellem Konsum.
Wir versuchen zu sparen – m├Âglichst Zeit und Geld.

Das du bisher weniger nachhaltig gelebt hast, liegt aller Wahrscheinlichkeit genau dieser Bequemlichkeit zugrunde.
No judgement an dieser Stelle, denn hier sind wir einfach alle gleich und keiner darf den Finger auf andere zeigen.
Ich m├Âchte dir nichts vormachen. Wer nachhaltig leben m├Âchte, der muss vor allem Zeit investieren. Dies f├Ąngt bei der Recherche an, geht ├╝ber die Beschaffung einiger Lebensmittel und andere Lifestyle Produkte und endet mit dem Herstellen deiner zuk├╝nftigen Kosmetik- oder Reininungsartikel.
Wenn du an dieser Stelle bereits wieder die Lust verlierst, kann ich Entwarnung geben.
Ich verspreche dir, der Aufwand ist gar nicht so gro├č, wird dich langfristig gl├╝cklich machen, Geld einsparen und einen Gro├čteil deiner Arbeit nehme ich dir bereits ab, in dem ich mich gro├čz├╝gig und zeitintensiv f├╝r dich belesen, getestet und gesammelt habe und dich hier langfristig mit gen├╝gend Imput versorgen werde.

Wer nachhaltig lebt, schont nicht nur die Umwelt, sondern zeitgleich K├Ârper und auch Geldbeutel.
F├╝r mich ein fairer Deal f├╝r das erbrachte Zeitinvestment. Was meinst du?
So ganz wirst du aber nicht um einen gewissen Aufwand drum herum kommen, denn ich kann dich an dieser Stelle nur mit den Infos, richtigen Anlaufstellen und Tipps versorgen.
Deinen Einkauf und das Herstellen musst du schon selbst erledigen – mit Liebe bitte, du tust es schlie├člich auch f├╝r dich!

 

Ich werde dir in den folgenden Beitr├Ągen sehr viele Informationen und kleine Challenges mit an die Hand geben, die dein Bewusstsein f├╝r bestimmte Dinge sch├Ąrfen sollen.
Ich werde dir verraten, was wirklich in deinen ganzen Cremes & Tuben steckt, wie es deiner Haut schadet und wie du effizient Ressourcen nutzt, ohne dich in extremen Verzicht zu ├╝ben.
Ich werde dir helfen, deinen Konsum zu reflektieren, ohne dass wir dabei Marie Kondo – Like aussortieren und alles wegschmei├čen.
Wenn du nachhaltiger leben m├Âchtest, geht es n├Ąmlich nicht darum, dass du pl├Âtzlich alles an Plastik und aus deiner Sicht unn├Âtiges Zeug aus deiner Wohnung verbannst, wegwirfst und durch nat├╝rliche Materialien ersetzt.
Es geht nicht darum, chemische Putzmittel unverbraucht wegzuwerfen und sofort durch DIY Produkte auszutauschen.

Effizienter und schonender ist es also, wenn du dich Schritt f├╝r Schritt umstellst, Produkte aufbrauchst, Gegenst├Ąnde erst ersetzt, wenn sie tats├Ąchlich defekt sind und dich w├Ąhrenddessen vielleicht auch hinterfragst, wie viel von alledem du wirklich noch brauchst und ersetzen musst.
Sein ein Influencer im wahren Leben und hilf dir mit sehr vielen kleinen Dingen, etwas sehr gro├čen zu bewegen.

Freust du dich auf jede Menge nachhaltigen Input? Auf kleine und gro├če Challenges? Auf gemeinsames Influencen?
Ich freue mich auf dein Feedback, wenn du vorbeischaust und ich dich in irgendeiner so so kleinen Form inspirieren, animieren und motivieren kann.

Liebste Gr├╝├če und stay nachhaltig
Aileen

 

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.