Orgasmus zum Lunch – der Female DIY Store von Womanizer

Hallo!

Beginnen wir den heutigen Post mit einer kleiner Anekdote aus meiner Jugend:
Mein erstes Sextoy kaufte ich mir nicht selbst, sondern bekam dieses mit 16 Jahren von meinem damaligen Freund geschenkt.
Mitten im Hauptgang einer Shopping Mall. Statt schöner Blumen gab es einen hautfarbenen Vibrator, der einem Penis nachgeahmt war, mir aber mehr Angst als Freude machte.
Nachdem ich diesen furchtbar peinlichen Moment verdaut hatte, verschwand der Vibrator für viele Jahre im Schrank, bis ich ihn irgendwann unbenutzt entsorgte.

Selbstbefriedigung mit Hilfe von Sextoys war für mich jahrelang kein Thema. Vielleicht wegen gerade diesem peinlichen Moment meiner Jugend.

Dabei sind sowohl Selbstbefriedigung, wie auch Sextoys in unserer Zeit definitiv nichts mehr, wofür man sich schämen müsste. Nichts, was wir nicht ausprobiert haben und nichts, was wir nicht dem regelmäßigen eigenen Vergnügen zu Liebe tun sollten.
Trotzdem ist es ein Thema, welches man selbst im engsten Freundeskreis sehr gerne tabuisiert.
Dabei sollte man meinen, ist es doch die schönste Nebensache, neben der schönsten Nebensache der Welt, schließlich ist das Happy End ja das Gleiche.

Wir reden offen über Sex, über Beziehungsprobleme, aber wenn es um Selbstbefriedigung und Orgasmen geht, halten wir die Hand vor den Mund und sprechen besonders leise.

Es dauerte etliche Jahre, erfahrene und selbstbewusste Sexpartner, um mich in meiner eigenen Rolle als Frau zu finden und meine Sexualität richtig auszuleben.
Damals ging es für mich mehr darum, wie ich beim Sex wirke und aussehe, als wie es mir dabei geht und ob ich tatsächlich bewusst auf meine Kosten komme.

Heute kann ich meine Verklemmtheit von damals und meine eher abstoßende Haltung gegenüber Sextoys nur belächeln.

Genauso, wie ich es heute aber auch belächle, dass ich mir bestimmte Themen auf meinem Blog nie hätte vorstellen können vor lauter Scham und die Gedanken darüber, was meine Leser über mich denken könnten.

 

Unsere sexuellen Bedürfnisse sind genauso natürlich, wie Essen und Trinken.
Wer regelmäßig Sex hat und dabei Orgasmen erlebt, der ist glücklicher, entspannter, ausgeglichener und regt ganz nebenbei auch noch die Gehirntätigkeit an.
Warum also auf Orgasmen verzichten oder nicht darüber sprechen?

„Orgasm is a human right.“ 



Ein Slogan, der in seiner Aussage nicht tiefer gehen könnte und zur Mission der Marke womanizer® geworden ist.

Sich selbst als vollständige Frau wahrnehmen, den eigenen Körper akzeptieren, seine Sinnlichkeit und Sexualität ausleben und sein Selbstbewusstsein steigern – das ist es, was Womanizer® an die Frauenwelt transportieren möchte und öffnete dafür letztes Wochenende den ersten Pop-up Store für Frauen, in dem diese ihr Sextoy (den Womanizer) in einem kuschligen Separee testen durften, bevor sie es kauften.

Ein stimmungsvolles Ambiente, erotische Kunst an den Wänden und ein Gläschen Sekt zum Auflockern ließen hier jegliche Gedanken an schmuddelige Sexshops, in denen Frau sich meist unwohl fühlt, verfliegen und entgegen der Erwartungen der Brand, wagten sich tatsächlich rund 200 Frauen zum Selbstest ins Separee.



Orgasmus zum Lunch oder Feierabend – Im Shop nahm Frau „Do it yourself“ wörtlich und durfte die revolutionäre Technik ausprobieren.
Ein äußerst ungewöhnliches Konzept somit auch ein etwas anderes Eröffnungsevent zu dem ich letzten Donnerstag geladen war.

Sextoys im Laden testen, einpacken und mit nach Hause nehmen?
Für die meisten unvorstellbar, für mich ziemlich reizvoll und ein perfekt in Szene gesetzter Marketing Streich.
Auch wenn ich mit meiner eigenen Sexualität mittlerweile nicht mehr beim Sie bin, fällt mir der Gang in einen Sexshop immer noch nicht leicht.
Findet man dort meistens Männer mittleren bis höheren Alters, die vor aufgetürmten Pornofilm Wänden stehen und überwiegend männliche Verkäufer, die einen bei Betreten des Ladens mustern.
Eine wenig einladende Atmosphäre oder?

Im Womanizer® Store war es das Ziel, den Frauen die Berührungsängste zu nehmen und mit den Sextoys der Marke ihr eigenes Lustpotenzial zu entdecken.

Sexualität ist eben so viel mehr, als ein schlichtes Rein-Raus mit dem Partner oder der Tinder-Affäre.
Sexualität fängt, wie so vieles, zuerst bei jedem selbst an, bei der eigenen (sexuellen-) Wahrnehmung, der Akzeptanz des eigenen Körpers, dem Selbstvertrauen und der Bereitschaft, die eigene Sexualität zu entdecken und zu erleben.
Ich finde es unumgänglich sich selbst zu entdecken, zu erforschen und schlussendlich auch selbst zu lieben, um sich auf einen Partner einlassen zu können und somit ein erfüllendes Sexleben zu haben, von dem beide profitieren.

Mich fasziniert das ganzheitliche Konzept der Firma. Die Relevanz, die sie Orgasmen und den Frauen selbst beilegen und mit welcher Botschaft sie sich positionieren wollen.
Hier geht es um so viel mehr, als bloßes Markting, mehr als nur reine Verkaufszahlen.
Hier geht es um eine klare Mission, um eine Botschaft und einem definierten Ziel, den Frauen mehr Selbstliebe beizubringen.
Nein eine Frau liebt sich nicht mehr, nur, weil sie es sich regelmäßig selbst macht, aber eine Frau liebt sich mehr, wenn sie sich in ihrem eigenen Körper wohl fühlt, sich als etwas besonderes und einzigartiges wahrnimmt und sich eben nicht dafür schämt, mit sich selbst im Reinen zu sein.

Dass ich mich mit solchen Kernaussagen sehr gut definieren kann, wird dir als regelmäßige Leserin klar sein und du kennst meine persönliche Einstellung zur Sexualität und Selbstliebe bereits durch andere Kolumnen.

Natürlich soll mein Blog nicht vom Lifestyle zum Sexblog mutieren, aber ich merke anhand der Reaktionen meiner Leser(innen), dass die Offenheit, über solche Themen zu sprechen, immer größer wird, man damit Problematiken und Inhalte anspricht, bei denen sich mehr erhört fühlen, als man glaubt.

Zum Lifestyle gehören Sex, Liebe und Erotik einfach dazu.
Es ist Alltag. Es ist natürlich. Und es ist etwas wundervolles. Und als eben solches, sollten wir das Ganze auch wahrnehmen.

Nehmen wir uns selbst die Scham und die Berührungsängste unseren Körper zu entdecken, auf unsere Bedürfnisse zu hören und zu reagieren und geben wir der eigenen Sexualität eine Stimme.

#OrgasmIsAHumanRight

Wie stehst du zu dir selbst? Wie sehr bist du im Reinen mit dir, deinem Körper und deinen Bedürfnissen? Was bedeutet dir die eigene sexuelle Wahrnehmung?
Ist es für dich ein Tabu-Thema oder doch eher etwas, worüber du dich gerne austauscht?

Ich freue mich auf einen interessanten, tabulosen Austausch mit dir.

Und um dir nebst klugen Sätzen und (hoffentlich) Denkanstößen noch etwas mehr mitzugeben, schau am Sonntag unbedingt auf meinem Instagram Account vorbei, denn da wartet eine (nein eigentlich gleich drei!) Überraschungen auf meine Follower(innen) mit denen ich hoffentlich ihr Weihnachtsfest und Sexleben etwas versüßen kann.

https://www.instagram.com/piccola_loona/

LIEBST
DEINE AILEEN

  • linchen

    Ich finde es toll, dass du dich hier immer wieder neu entdeckst bzw Themen und uns daran teilhaben lässt. Schon krass wie sich dein Blog über die Jahre verändert hat. Das find ich toll und ich begleite dich gerne auf deinem Weg zu mehr Selbstliebe und Selbstakzeptanz und ja von mir aus gehört es da auch gerne dazu öffentlich über Orgasmen zu reden. Go for it girl ! :)) liebt fuchslinchen

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