Fashion Photography im Kraftwerk Olympus Playground

 Hallo ! 

Was genau machen deiner Meinung nach eigentlich die eindrucksvollen Fashion Fotografien aus?
Sind es die umwerfend schönen Models mit ihren makellosen Gesichtern und ihren perfekten Körpern?
Sind es die auffallenden Kleidungsstücke?
Das Setting der Fotolocation?

Da ich mich in meinem alten Beruf als Makeup Artist genau mit solchen Fragen oft beschäftigen, in der Ausbildung stundenlang Modezeitschriften auseinander nehmen musste und über die Jahre hinweg nun auch bei mir die enorme Leidenschaft für Fotografie aufgekommen ist, stelle ich für mich selbst fest:

In den meisten Fällen ist es das Setting, also die Fotolocation,  wie sie arrangiert und in das Model in Szene gesetzt wurde.
Ich bin kein großer Fan von normalen Modestrecken.  Für mich ist das langweilig und ganz gewiss werde ich die Bilder innerhalb von Sekunden wieder vergessen haben.
Fesselnd hingegen finde ich abstrakte Darstellungen, starke Kontraste und interessante Locations, die für die Shootings gewählt wurden.
Daher bin ich zB. ein sehr großer Fan von David LaChapelle.

Nicht, dass ich mich selbst als Model sehe, meine Klamotten als Katalogwürdig bezeichnen würde oder die Ambitionen hätte, mich mit irgendwelchen Designern vergleichen zu wollen.
Und doch hatte ich schon länger Lust darauf, Outfits (vor allem, wenn die Teile aus eigener Handarbeit entstanden sind) in besonderer Atmosphäre zu fotografieren.
Vor einigen Jahren hatte ich auch bereits ein Shooting mit der wundervollen Katja Kuhl in den Beelitz Heilstätten und betrachte diese Bilder bis heute gern, weil sie einmalig und extrem ausdrucksstark sind.

Derzeit campiert der „Olympus Perspektive Playground“ in Berlin und so bot sich mir in zweierlei Hinsicht eine hervorragende Option für Fashion Fotografie.

Erstens hatte ich die Chance, das imposante Gebäude des alten Kraftwerkes in Berlin Mitte/Kreuzberg als Kulisse für ein Outfit Shooting zu nutzen und zweitens konnte ich mich Dank dem Konzept dieses Playgrounds mal mit einer neuen Kamera befassen, mich austesten und gemeinsam mit Svenja Perspektiven und Skills trainieren.

Heraus gekommen sind eine volle Speicherkarte mit fast 1000 Bildern, ungewöhnliche Motive, einige neue Erkenntnisse über das Fotografieren und last but not least eben auch eine ziemlich ungewöhnliche Fotostrecke zu meinem heutigen Outfit.

Dieses ist ein Mix aus Designerklamotte und Selfmade Pieces.
Ich liebe diesen Mix.
Vor allem, wenn die für sich allein so schlichten Teile zusammen ein lässiges Gesamtbild werden.

 

 

Während unten rum Design Leder Boots von Diesel Black Gold auf eine trendige Satin Pants von Guido Maria Kretschmer (beides bei TK Maxx) treffen, besteht das obere Ensemble aus einem einfachen selfmade Shirt und einem asymmetrischen Mantel aus kuschlig weichem, sehr dünnen Sweat, den ich hier in Berlin gekauft habe.

 

 

Der Schnitt des Mantels kommt dir vielleicht bekannt vor, denn einige Abwandlungen davon hast du hier, hier und hier bereits auf meinem Blog sehen können.
Es ist mein all time favorite Schnitt „Bordeaux von Pech & Schwefel„.
Ich glaube, mittlerweile zähle ich etwa 6 verschiedene Mäntel in meinem Schrank, welche ich alle aus unterschiedlichen Material und immer wieder in leichter Adaption genäht habe.
Auch nach Nummer sechs bin ich nicht müde und finde weitere Ideen für noch mehr Mäntel.
Ein Schnitt, der einfach so perfekt zu mir und meinem Stil passt, der wandlungsfähig ist und jede Daseinsberechtigung in meinem Kleiderschrank mit Auszeichnung verdient.
Wie du dich vielleicht auch erinnerst, denn lang ist der letzte Winter schließlich nicht her, werden in den kalten Monaten die fröhlichen Farben verstaut und ich mummel mich in meine liebste monochrome Farbpalette schwarz – grau – weiss ein.
Daher war es unabdingbar, dass sich zu all den anderen, nun auch eine Jersey/Sweat Version von Bordeaux  in einem dunklen grau gesellen musste.

 

 

Und weil mich der Stoff in seiner atemberaubenden Qualität bereits beim ersten Fühlen überzeugt hatte, schleppte ich davon einen ganzen Ballen nach Hause und konnte zum Mantel gleich noch das passende Shirt und Schal nähen.
Auch mein Mitbewohner ist vom Mantel überzeugt und so habe ich Bordeaux etwas angepasst nun auch für ihn genäht.
Ich muss gestehen, so viel Enthusiasmus hatte ich bei einem Shooting lange nicht, wenn überhaupt je zuvor in dieser Form.
Aber wer kann es bei dieser besonderen Location und einer neuen Kamera mit 17mm Festbrennweite zum Testen aus verdenken?
Eine Kombination, die es Svenja und mir besonders einfach gemacht haben, uns auszutoben, verschiedene Lichtsituationen, Winkel, Einstellungen auszuprobieren und damit so unterschiedliche Stimmungen einzufangen.

 

 

 

Natürlich blieb der Fokus nicht auf uns und unseren Outfits, sondern richtete sich auch auf den Playground und seine Installationen selbst, die wir an diesem Tag übrigens beide vollkommen begeistert bereits das zweite Mal besuchten.
Hier spielt man mit Farben, Formen, optischen Täuschungen, Installationen und Licht.

 

 

Welche Bilder neben meinem Outfit noch entstanden sind und was es im Playground für Hobby- und Profifotografen zu entdecken gab, möchte ich dir allerdings in einem gesonderten Beitrag zeigen.
Denn auch hier sind einige Fotos zusammen gekommen.

Wenn du selbst gerade in Berlin bist, empfehle ich dir noch bis Sonntag deine Chance zu nutzen und den Olympus Perspective Playground zu besuchen.
Dieser ist für alle Besucher frei, du erhältst eine kostenlose Kamera von Olympus, die du während deines Aufenthaltes ausgiebig testen kannst.
Die Speicherkarte kannst du anschließend einfach mit nach Hause nehmen. Die Kameras müssen (schnieef) leider da bleiben.

Was sagst du zu meinem Outfit und der diesmal so besonderen Setting? 
Was wäre für dich eine ultimative Shooting Location? 

Vielleicht hast du ja ein paar coole Ideen, wo ich demnächst unbedingt mal Bilder machen sollte?!
Ich freue mich wie immer auf dein Feedback und sende dir allerliebste Grüße aus der Hauptstadt 😉

DEINE FRAU PL

 

Fakten: 
Schnitt Mantel: Bordeaux von Pech & Schwefel hier *
Schnitt Shirt : eigener Schnitt
Schuhe: Diesel Black Gold
Hose: Guido Maria Kretschmer

Location: Olympus Perspective Playground 
Köpenicker Straße 70 / Berlin

Kamera :
Olympus OM-D E-M10 Mark III hier erhältlich *
Objektiv:

Olympus M.Zuiko Digital 17mm 1:1.8 Pancake Objektiv hier erhältlich*

 

http://rundumsweib.blogspot.de

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  • Sarah

    Deine Bilder sind großartig ! ich versuche meine Kleidung auch immer möglichst nicht vor der weißen Wand zu fotografieren sondern dabei irgendeine Geschichte zu erzählen aber das ist alles Neuland für mich und ich finde deine Ausführungen zum Thema Fotografie total spannend mir macht es auch riesig Spaß mich mit dem Orten, die zum jeweiligen Kleidungsstück passen sollen auseinanderzusetzen...

    • FrauPL

      Hallo Sarah,
      danke für das liebe Kommentar. Ich finde es auch spannend da rum zu probieren und glaube, nur entwickelt man sich weiter.
      Ich war selbst zB. gestern auch überrascht, dass wir knapp 1000 Bilder geschossen haben.
      Ich glaube, in der Regel sind es sonst vielleicht 250.
      Das ist also gestern ein echter Motivations Booster gewesen und ich werde schauen, dass ich zukünftig öfter solche Locations finde.

      Liebste Grüße
      Aileen

  • Janina

    Sehr sehr cool!!
    Ich mag deine Location und die Bilder!! Passt perfekt zu deinem Outfit, sehr rockig :)
    Fashion Fotografie find ich auch sehr spannend und faszinierend. Bin aber noch nicht ganz dahinter gekommen, was sie genau ausmacht. Für mich sind es schon Kunstwerke. Irgendwann möchte ich auch gerne da hin kommen, aus Fotos und Mode Kunstwerke zu schaffen... irgendwann ;)

    Liebe Grüße
    Janina

    • FrauPL

      Hallo Janina,
      danke für dein Feedback ;)
      Ja ich finde auch, dass einige Fotostrecken in der Mode echte Kunstwerke sind und frage mich teilweise, wie man auf so abstrakte Ideen kommt.
      Aber genau diese behält man dann auch in Erinnerung.
      Einfache Katalogfotos sagen eben leider nichts aus, dabei soll Fashion ja immer Statements setzen.
      Dafür sind dann die meisten Kleider aber immer sehr langweilig in Szene gesetzt.
      Zumindest in der Modeindustrie.
      Das man (Frau) als BloggerIn natürlich nicht ständig in solche Locations kommt, ist natürlich auch klar, aber für mich war es mal eine coole Erfahrung, unabhängig vom Outfit, aber das Spiel mit Licht und Farbe und den sich daraus entwickelnden Ideen war einfach klasse.

      Liebste Grüße
      Aileen

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